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Infos zum EinwohnerportalPLUS aus Sicht des VAE

An der Informationsveranstaltung vom 3. Juli 2019 in Lenzburg, die Einladung war u.a. an die Mitarbeitenden der Verwaltungsabteilungen aller Aargauer Gemeinden adressiert, wurde das neue EinwohnerportalPLUS vorgestellt.

EinwohnerportalPLUS in Kürze

Die Fachstelle E-Government Aargau präsentierte zusammen mit Vertretenden der Gemeindeperso­nalfachverbände das Vorhaben EinwohnerportalPLUS. Das EinwohnerportalPLUS ist einerseits ein On­line-Portal, auf welchem die Einwohnerinnen und Einwohner sämtliche Verwaltungsleistungen bestel­len und verwalten können und andrerseits ist es eine Prozessmaschine, die die Verwaltungsleistun­gen automatisiert abwickeln und die für die bestellte Verwaltungsleistung benötigten Daten aus den unterschiedlichen Datenbanken verknüpfen kann. Die Einwohnerinnen und Einwohner können somit ihre Verwaltungsleistungen zentral an einem Ort zu jeder Uhrzeit beziehen. Das EinwohnerportalPLUS soll bis Ende 2021 entwickelt und mit ersten Verwaltungsprozessen einsatzfähig sein. Bis Ende 2023 sollen dann 80 Prozent sämtlicher Verwaltungsleistungen über das EinwohnerportalPLUS abgewickelt werden können. Ein weiteres Ziel ist, von mindestens 80 Prozent der Gemeinden je einen Public Inno­vator an Board zu haben. Die Public Innovators bestimmen bei der Erarbeitung des Projekts mit und sind für die Umsetzung in den einzelnen Gemeinden verantwortlich.

Weitere Infos sind zu finden unter
https://www.egovernmentaargau.ch/einwohnerportalplus
 

Auch der VAE Vorstand hat die Gelegenheit wahrgenommen und das Vorhaben aus seiner Sicht ge­würdigt. Hier die Inputs in Ergänzung zum Foliensatz der Informationsveranstaltung:

  • Der VAE steht grundsätzlich positiv hinter dem geplanten Vorhaben. Es ist die logische Folge auf dem Weg zur Digitalisierung. Dem VAE ist es wichtig, den Kundinnen und Kunden der Einwoh­nerdienste professionelle und fortschrittliche Dienstleistungen anbieten zu können. Mit dem Ein­wohnerportalPlus ist dies nach eUmzug der nächste Schritt.
     
  • Der Vorstand hat Bedenken, dass die Praxis und damit die Fachleute der Einwohnerdienste bei den verschiedenen Prozessen nicht frühzeitig miteinbezogen werden. Diese Erfahrung wurde lei­der bereits des Öfteren gemacht. Als prominenteste Beispiele sind der Versand der Prämienver­billigung 2017 und die kürzlich verschickten Rechnungen für die Radio- und Fernsehgebühren durch die Serafe.

    Die Praxiserfahrung und das fachliche Know-how im geplanten Vorhaben und in sämtlichen Pro­zessen einzubringen ist immens wichtig.
     
  • Bei der Ausarbeitung des Projekts sind noch viele Detailfragen zu klären. So auch die Handha­bung der Gebühren. Bis anhin gehen die Gebühreneinnahmen für Wohnsitzbescheinigungen, etc. vollumfänglich an die Gemeinden. Der VAE wird sich dafür einsetzen, dass dies auch zukünf­tig so bleiben wird. Bei diesen Gebühren handelt es sich nämlich nicht um Druckkosten für die bestellten Formulare, sondern um die Entschädigung für die Registerführung, welche die Einwoh­nerdienste in sehr guter Qualität vornehmen. Das zeigen die kantonale Statistik wie auch jene des Bundesamtes für Statistik.
     
  • Stellen Sie sich vor, Sie seien von Maienfeld GR nach Lenzburg AG umge­zogen und bräuchten von der bisherigen Wohngemeinde im Kanton Graubünden eine Haupt­wohnsitzbescheinigung. In Lenzburg wohnhaft, sind Sie sich gewohnt, für die Erledigung ihrer Geschäfte sich bspw. mit der E-ID einzuloggen.

    Wiederum im Kanton Graubünden, wo sie vorher gewohnt haben, benötigen Sie für die Erledi­gung dieser Bestellung auf dem Kantonalen Portal jetzt aber ihre Versichertennummer. Das ist ziemlich unverständlich, oder nicht? Der Vorstand erachtet es daher als sehr wichtig und erfolgs­versprechend, wenn mit dem EinwohnerportalPLUS eine gesamtschweizerische Lösung, analog eUmzug, angestrebt wird.
     
  • Dem VAE Vorstand ist es wichtig, das Vorhaben von Anfang her zu unterstützen – denn nur wer sich engagiert kann mitbestimmen.

    Der Vorstand bedankt sich bei den Verantwortlichen der Aargauer Gemeinden, dass Sie die Mit­arbeitenden der Einwohnerdienste unterstützen, sich als Public Innovators einbringen zu können.
     

Der VAE ist dem Projekt EinwohnerportalPLUS gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt, dennoch hat er gewisse Bedenken. Er erachtet es als sehr wichtig und unerlässlich, dass sich auch aus dem Be­reich Einwohnerdienste möglichst viele Public Innovators von Beginn her im Projekt einbringen. Nur dank diesem Engagement können die Anliegen der Praxis einfliessen.

Der Vorstand ruft euch, liebe Mitglieder auf, euch als Public Innovator für eure Gemeinde zu melden und in diesem spannenden Projekt mitzuarbeiten. Kontaktiert bei Interesse direkt die Fachstelle E-Government unter info@publis.ch.

Wir bedanken uns für euer Engagement.